Wanderreitführerin Susanne Tilsner berichtet

“Ritt der Ruhe” – Eine Bereicherung für die Reitregion Altmark/Wendland (von Wanderreitführerin Susanne Tilsner)

Vier Wanderreitfreunde aus dem Bereich Arendsee und Schmarsau (Lemgow) testeten zum 20-jährigen Jubiläum der Grenzöffnung vom 05. -07.Juni 2009 den neu ausgearbeiteten “Ritt der Ruhe”.

Ausgangspunkt für diesen Ritt war das Pferde- und Freizeitparadies in Ziemendorf. Früher eine ehemalige Grenztruppenkaserne am Arendsee, heute eine gemütliche Pension für Reiter und Pferd.

Das Projekt wurde von drei mit der Unterbringung von Pferd und Reiter bestens vertrauten Stationen erdacht, nachdem im letzten Jahr der bekannte und wanderreiterfahrene Journalist Robert Claus den 15. FS-Spur-Ritt mit weiteren 16 Mitreitern auf einem 10-tägigen Rundritt die wunderschöne Region entlang des “Grünen Bandes” durchstreift hatte. In Zusammenarbeit des Pferde- und Freizeitparadieses in Ziemendorf mit den Wanderreiterhöfen von Karin Hahlbohm (Klautze) und Ulli Vogt (Restorf) entstand die gemeinsame Idee des “Rittes der Ruhe”.

Von Ziemendorf aus führte die Schmarsauer Rittführerin Susanne Tilsner die Wanderreitergruppe zunächst über die ehemalige Grenze in die Nemitzer Heide. Auf dem Weg dorthin konnten auch ein paar kurze Schauer den Testreitern und ihren Vierbeinern die gute Laune nicht verderben. In der Heide entdeckten die Reiter kurz vor Erreichen des mit Paddocks und Tränkemöglichkeit ausgestatteten Pausenpunktes am Nemitzer Heidehaus eine einladend aufgebaute Springstrecke, die von den Mitreitern Asmus und Gerd mit ihren jagderfahrenen Pferden sofort ausgetestet wurde.

Auf dem idyllisch im Rundlingsdorf gelegenen Hof von Karin Hahlbohm erwartete 2- und 4-beiner eine perfekte Unterkunft in netter Atmospähre. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden die Pferde für die nächste Etappe gesattelt, es ging in Richtung Elbe. Um das Gepäck brauchte man sich keine Sorgen machen, es wurde von jedem Gastgeber zur nächsten Übernachtungsstation transportiert.

Durch ein weiteres Waldgebiet ging es gen Norden. Im Ort Gorleben wurden die Pferdebeine am ehemaligen Fähranleger in der Elbe erfrischt. Bei Meetschow überquerten die Wanderer zu Pferd die Seegebrücke in Richtung Höhbeck. Sowohl hier als auch in Testorf stehen Schilder, die auf einen Wechsel von ansässigen Bibern hinweisen, deren Fraßspuren man an verschiedenen Stellen an Bäumen entdecken kann. Auf dem Höhbeck rasteten die Reiter in den Paddocks am Kaffeegarten auf der Schwedenschanze und schauten vom Aussichtsturm in die weite Landschaft an der Elbe. Durch die Gemarkung des Örtchens Pevestorf führte der Weg zur Station von “Kutscher Ull” Vogt in Restorf am Gartower See. Wieder wurden sie herzlich empfangen und nach dem Versorgen der Pferde labte man sich an Kaffee und selbstgebackenem Kuchen.

Am nächsten Tag ließ es sich der Gastgeber nicht nehmen, die Reitgruppe zu begleiten. Von Restorf führte der Weg über Laasche zum einzigartigen Fitnessparcours für Pferd und Reiter. Die gesamte Gruppe probierte sich an den gymnastischen Übungen und absolvierte die “Dünenachterbahn” oder überwand die gut durchdachten Gelände- und Jagdsprünge. Weiter ging es zum neuen “Seeadlerturm” bei Nienwalde. Hier können sich Interessierte über die Renaturierung der Seege und die neu geschaffenen Biotope für Flora und Fauna informieren. Im “Eichenkrug” im nahen Dorf stärkten sich die Reiter für die letzte Etappe des Rittes, der die Gruppe auf dem “Grünen Band” zur Wirler Spitze und zurück zum Ausgangspunkt Ziemendorf führte. Dort wurden zunächst die Pferde versorgt und dann in gemütlicher Runde auf einen gelungenen Ritt angestoßen.Für Mitreiterin Miriam und auch die anderen Wanderreiter hätte der gemiensame Ritt gerne noch länger dauern können und es fiel allen schwer wieder zurück in den Alltag zurückkehren zu müssen.

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